TaxInfo Bern: Steueraufschub bei Ersatzbeschaffung von selbstbewohntem Wohneigentum
Wird der Erlös aus dem Verkauf eines dauernd und ausschliesslich selbstbewohnten Eigenheims innert angemessener Frist (in der Regel zwei Jahre) in ein gleichgenutztes Ersatzobjekt in der Schweiz reinvestiert, wird die Grundstückgewinnsteuer aufgeschoben (Art. 133 StG BE).
Voraussetzungen der Ersatzbeschaffung im Kanton Bern
Das Praxisportal TaxInfo der Steuerverwaltung des Kantons Bern erläutert die Berechnung des Steueraufschubs bei Ersatzbeschaffung nach Art. 133 Abs. 1 Bst. e StG BE. Vorausgesetzt ist, dass sowohl das veräusserte als auch das neu erworbene Grundstück der steuerpflichtigen Person als dauernder Hauptwohnsitz dient.
Reinvestitionsmethode (Absolute Methode)
Ein vollständiger Aufschub der Grundstückgewinnsteuer erfolgt nur, wenn der Kaufpreis des Ersatzobjekts höher ist als der gesamte Veräusserungserlös des bisherigen Eigenheims. Wird nur ein Teil des Gewinns reinvestiert, wird der nicht reinvestierte Gewinnanteil sofort abgerechnet.
Bedeutung für die Praxis
Für einen vollständigen Aufschub der Grundstückgewinnsteuer wegen Ersatzbeschaffung nach Art. 133 Abs. 1 Bst. e StG BE muss der gesamte Veräusserungserlös (nicht nur der Gewinn) innert angemessener Frist in ein dauernd und ausschliesslich selbstgenutztes Ersatzobjekt in der Schweiz reinvestiert werden.