Beurkundung Stämpfli Verlag Stämpfli Rechtsliteratur · ZGB/OR

Berner Kommentar & Praxis: Aufklärungs- und Belehrungspflicht des Notars (Art. 35 NG BE)

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Kurzfassung

Die notarielle Belehrungs- und Beratungspflicht nach Art. 35 NG BE verpflichtet die Urkundsperson zur unparteiischen Ermittlung des Parteiwillens und zur Aufklärung über die rechtliche Tragweite sowie steuerliche Folgen des Geschäfts.

Unparteilichkeit und Willensermittlung als Kern des lateinischen Notariats

Die aktuelle Literatur des Stämpfli Verlags Bern zum bernischen Notariatsrecht unterstreicht die Doppelrolle des freiberuflichen Notars: Nach Art. 35 des bernischen Notariatsgesetzes (NG BE) hat der Notar den Willen der Urkundsparteien sorgfältig zu ermitteln, sie über die Form und die rechtliche Bedeutung des Geschäfts zu belehren und auf die Beseitigung von Widersprüchen und Unklarheiten hinzuwirken.

Schutz beider Vertragsparteien beim Grundstückkauf

Gerade beim Kauf eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung schützt die gesetzliche Unparteilichkeitspflicht (Art. 32 NG BE) sowohl Käufer- als auch Verkäuferschaft vor einseitigen Vertragsklauseln und stellt eine ausgewogene Sicherung des Kaufpreises und der Grundstückgewinnsteuer sicher.

Gesetzesartikel: Art. 32 NG BE Art. 35 NG BE
Praxis-Tipp

Bedeutung für die Praxis

Nach Art. 32 und Art. 35 NG BE hat die Urkundsperson den Willen sämtlicher Vertragsparteien unparteiisch zu ermitteln, über die rechtliche Tragweite des Geschäfts zu belehren und auf die Beseitigung von Unklarheiten oder einseitigen Benachteiligungen hinzuwirken.

Quelle Stämpfli Verlag Bern · Notariats- und Zivilrechtsliteratur
Referenz Stämpfli Rechtsliteratur · ZGB/OR
Datum 09.07.2026

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