Eine rein virtuelle Generalversammlung (ohne Tagungsort) ist nur zulässig, wenn die Statuten dies bereits ausdrücklich erlauben. Für KMU bleibt die Beurkundung mit schriftlicher Vollmacht der einfachste und sicherste Weg.
Worum geht es?
Das revidierte Aktienrecht erlaubt zwar virtuelle Generalversammlungen (Art. 701d OR), das Handelsregisteramt prüft bei öffentlich beurkundeten Beschlüssen (Statutenänderung, Kapitalerhöhung) jedoch streng, ob dafür bereits eine Statutengrundlage existiert.
Was ist in der Praxis am einfachsten?
Fehlt eine solche Klausel in den bisherigen Statuten, kann noch keine rein virtuelle GV abgehalten werden. Hingegen können sich abwesende Aktionäre oder Gesellschafter jederzeit mittels klassischer schriftlicher Vollmacht vor dem Notar vertreten lassen.
Bedeutung für die Praxis
Eine rein virtuelle Generalversammlung ohne physischen Tagungsort ist nur zulässig, wenn die bisherigen Statuten dies bereits ausdrücklich vorsehen (Art. 701d OR). Fehlt eine solche Statutenbestimmung, können sich abwesende Aktionäre oder Gesellschafter bei beurkundungspflichtigen Beschlüssen mittels schriftlicher Vollmacht an einer Präsenz-Universalversammlung vertreten lassen.