Fusion

Zusammenschluss von Unternehmen (Fusionsgesetz).

Das Wichtigste in Kürze

Eine Fusion ist wie eine Hochzeit: Euphorisch geplant, aber rechtlich anspruchsvoll. Wir sorgen für den sauberen Ehevertrag.

Synergien

Kräfte bündeln, Kosten senken und gemeinsam am Markt stärker auftreten.

Wachstum

Schnelle Expansion durch Übernahme oder Zusammenschluss mit Wettbewerbern.

Nachfolge

Unternehmensverkauf durch Fusion als elegante Lösung für die Nachfolgeregelung.

Rechtssicherheit

Wir garantieren die strikte Einhaltung des Fusionsgesetzes (FusG).

Schutz

Klare Regelungen für Gläubiger und Arbeitnehmer (Konsultationspflichten).

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Formen der Fusion

Das Fusionsgesetz kennt zwei Hauptformen:

  • Absorptionsfusion: Die häufigste Form. Firma A (übernehmend) schluckt Firma B (übertragend). Firma B wird gelöscht, ihre Aktiven und Passiven gehen automatisch über. Die Gesellschafter von B erhalten Anteile an A.
  • Kombinationsfusion: Firma A und Firma B schliessen sich zusammen und gründen gemeinsam die neue Firma C. Ein echter Neustart für beide Partner.
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Ordentliche Fusion (Ablauf)

Eine Fusion ist ein komplexer Prozess über mehrere Monate:

  1. Fusionsvertrag: Das Herzstück. Regelt das Umtauschverhältnis der Aktien und weitere Konditionen. Muss von beiden Leitungsorganen unterzeichnet werden.
  2. Fusionsbericht: Der Verwaltungsrat erklärt die Fusion rechtlich und wirtschaftlich für die Gesellschafter (KMU können bei Einstimmigkeit verzichten).
  3. Prüfung: Ein zugelassener Revisionsexperte prüft Vertrag und Bilanz (KMU-Verzicht möglich).
  4. Einsichtnahme: Die Unterlagen liegen 30 Tage für Gesellschafter und Arbeitnehmer auf.
  5. GV-Beschluss: Die Generalversammlungen beider Firmen stimmen der Fusion zu. Dies wird öffentlich beurkundet werden.
  6. VR-Beschluss: Der Verwaltungsrat der übernehmenden Firma erhöht das Kapital und ändert die Statuten. Auch dies wird öffentlich beurkundet.
  7. Handelsregister: Mit der Eintragung wird die Fusion rechtskräftig.
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Heikle Punkte

  1. Mitarbeiter: Arbeitsverhältnisse gehen automatisch über (Art. 333 OR). Mitarbeiter müssen informiert und konsultiert werden, besonders wenn Entlassungen drohen. Wir beraten Sie zum korrekten Vorgehen.
  2. Gläubiger: Gläubiger müssen durch einen Schuldenruf im SHAB aufgefordert werden, ihre Forderungen anzumelden. Unter Umständen ist eine Sicherstellung nötig.
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Erleichterte Fusion

Unter bestimmten Voraussetzungen (Art. 23 FusG) – etwa wenn die übernehmende Gesellschaft alle Anteile der übertragenden Gesellschaft hält (Mutter-Tochter-Fusion) – kann das Verfahren deutlich vereinfacht werden. Dies spart Zeit und Kosten:

  • Reduzierter Vertragsinhalt: Der Fusionsvertrag muss nur die gesetzlichen Mindestangaben enthalten (z. B. Firma, Sitz, Zeitpunkt der Wirkung, besondere Vorteile).
  • Kein Fusionsbericht: Die Erstellung eines schriftlichen Berichts durch die Leitungsorgane entfällt.
  • Keine Prüfung: Der Fusionsvertrag und die Bilanzen müssen nicht durch einen Revisionsexperten geprüft werden.
  • Kein Einsichtsrecht: Die 30-tägige Frist zur Einsichtnahme für Gesellschafter entfällt.
  • Keine GV-Beschlüsse: Die Generalversammlungen müssen der Fusion nicht zustimmen; die Genehmigung durch die Verwaltungsräte reicht aus.
  • Keine Kapitalerhöhung: Da die Anteile bereits bei der Muttergesellschaft liegen, ist in der Regel keine Erhöhung des Aktienkapitals nötig.

Checkliste: Fusion

Schritt für Schritt zum Zusammenschluss:

1. Bewertung

Fairen Wert beider Firmen ermitteln (Umtauschverhältnis festlegen).

2. Zwischenbilanz

Erstellen, falls der letzte Abschluss älter als 6 Monate ist.

3. Information

Informieren Sie Mitarbeiter und Schlüsselkunden frühzeitig.

4. Revisor

Klären Sie ab, ob Sie auf die Prüfung verzichten können (KMU-Opting-out).

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen.