Warum eine Standard-Erbteilung für Firmen tödlich ist
Das Erbrecht behandelt eine Firma wie ein Bankkonto: Es will sie gleichmässig unter den Erben verteilen. Doch eine Firma (Schreinerei, Architekturbüro, Handels AG) ist eine Einheit. Wenn 50% der Aktien an den Sohn gehen, der den Betrieb führt, und 50% an die Tochter, die nichts damit zu tun haben will, ist die Handlungsfähigkeit blockiert.
Verlangt die Tochter zudem sofort ihren Erbteil in bar ("Auszahlung"), fehlt dem Unternehmen oder dem Nachfolger oft die Liquidität. Das Ergebnis: Die Firma muss verkauft oder liquidiert werden, nur um die Erben auszuzahlen. Das ist das Ende des Lebenswerks.